Steinemalen

STEINEMALEN – voll im TREND

 

Willst du ein erfüllendes und kostengünstiges LOCKDOWN-Hobby?

Voll im Trend liegt neben Eisbaden (hier vielleicht ein “Klirr-Bild” einfügen) momentan das Bemalen und Beschreiben von Steinen. Selbst wenn du schon lange keinen Pinsel mehr geschwungen hast und dich nicht für eine große Künsterin* hältst – diese Form von Malen könnte dir große Freude bereiten.

 

Acrylfarben, Pinsel und Acrylstifte gibts In Geschäften für Farben- und Künstlerbedarf, vergiss “weiß” nicht, dann kannst du tolle neue Farben kreieren! Und Steine … naja, ich glaube du weißt, wo es Steine gibt 😉

 

Mein Tipp: Nimm z.B. einen Schraubenzieher zum Ausstechen mit – die größeren Steine sind oft etwas fester im Boden verankert.

 

Bemalte Steine sind eine tolle Geschenkidee, oder du platzierst die wasserfest Bemalenen an Orten deiner Wahl unter freiem Himmel um Mitmenschen damit eine Freude zu machen!

Bitte achte auf positive Worte, damit unsere Welt eine bessere wird.

 

Ewi

*in der weiblichen Form sind die Männer integriert!

Drei Generationen unter einem Dach

 Allein + alleinerziehend

 

Gleich und gleich gesellt sich gern? Generationenkonflikt? Ja, das gibt es. Muss es aber nicht. Tür an Tür, jung neben alt, können 3 Generationen eine wunderbare Symbiose bilden. (Mit 2 oder 4 klappt es auch) Woher ich das weiß? Ich habe die letzten 2 Jahre Tür an Tür mit Herrn G. gelebt. Und das kam so: Als wir neben Herrn G. einzogen, war er bereits 97 Jahre alt und geistig und körperlich rüstig genug, um seinen Alltag zuhause zu meistern. Alle Reinigungsarbeiten übernahm Frau A. und zwei Mal täglich kam jemand von der Caritas um die pflegerischen Aufgaben zu übernehmen. Falls er aber einmal stürzen sollte, wollte er jemanden in der Nähe haben, der via Notruftaste vom Roten Kreuz verständigt wird und nachsehen kommt, damit nicht jedes Mal der Krankenwagen vorfährt, der ihn dann jedes Mal ins Krankenhaus bringen muss. Beim Wocheneinkauf und morgens und abends zum Plaudern wünschte er sich ebenfalls Gesellschaft. Im Gegenzug würde er die Wohnung nebenan zu einem reduzierten Preis vermieten. Ich habe mich dazu entschieden nur halbtags zu arbeiten um Zeit für meine Tochter zu haben. Die Entscheidung, dass ich unser Leben alleine finanziere habe ich nicht selbst getroffen, trage aber die Konsequenzen. Eine Dreizimmerwohnung, noch dazu mit Garten, wäre für uns daher unleistbar. Als ich die Anzeige von Herrn G. las war ich begeistert. Herr G. und meine damals dreijährige Tochter verstanden sich auf Anhieb bestens. Wenn wir gemeinsam Einkaufen waren, setzte sie sich vorne auf den Rollator und so spazierten 100 Menschenjahre gemeinsam durch die Gänge. Zum beliebtesten Teil unserer Abendroutine gehörte nun „Herrn G. Gute Nacht sagen“, denn dort lief zum einen immer der Fernseher und meine Tochter konnte Werbung schauen während Herr G. und ich uns unterhielten und zum anderen nahm sich Herr G. immer Zeit um sie zu fangen wenn sie um den Tisch sauste oder sich mit ihr einen Luftballon zuzuschießen.

 

Herr G. hatte viel und guten Kontakt zu seinen beiden Töchtern und auch zu seinen Enkel- und Urenkelkindern. Aber die meisten wohnten in anderen Bundesländern und konnten nicht kurzfristig und spontan zu hilfe kommen. Die ganze Familie trug dieses für alle Beteiligten gewinnbringende System der Nachbarschaftshilfe mit. Im Dezember 2020 verstarb Herr G. kurz vor seinem 99. Geburtstag. Er hatte das Glück zuhause, selbstbestimmt und ohne Einsamkeit seinen Lebensabend verbringen zu können. Ich hatte das Glück „Familienanschluss“ und eine leistbare Wohnung mit Garten zu haben. Ein Paradebeispiel für eine Win-win-Situation. Es gibt viele Menschen wie Herrn G. und es gibt viele Menschen wie mich. Es braucht nur ein bisschen Mut und eine Portion (Vorschuss-) Vertrauen um das Leben des jeweils anderen zum Besseren zu wandeln.

 

Isa

zum rostigen Drahtesel

Infotext: Die Fahrradwerkstatt “Zum rostigen Esel” versteht sich als Kollektiv von FahrradmechanikerInnen die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben. Das Ziel ist die Instandhaltung, Verbesserung, der direkte Kontakt mit den KundInnen und der Verkauf von Fahrrädern. Der gemeinsam erwirtschaftete Gewinn wird auf alle MitarbeiterInnen gleich aufgeteilt.

Ein Interview mit Max Baur

Was ist der rostige Esel?

Der rostige Esel ist 2015 aus der Linzer Bikekitchen heraus entstanden. Wir organisieren uns als Kollektiv. Das heißt, es gibt keinen Chef und wir entscheiden alles einstimmig. Manchmal teilt jemand die Meinung der anderen nicht, dann trägt man die Entscheidung aufgrund einer klaren Mehrheit mit, obwohl man nicht dafür stimmen würde. Ein Veto kann man auch einlegen, das passiert ab und zu. Wir verteilen das Geld gleich, also hat jede Arbeit den gleichen Wert und der Gewinn wird zu Jahresende durch die Stunden, die gearbeitet worden sind, geteilt.

Wie viel beträgt der Stundenlohn?

18,50 Euro brutto, das ist ganz gut bezahlte Arbeit!

Ist es schwierig, sich auf eine gemeinsame Herangehensweise zu einigen, wenn es keinen Chef gibt?

Unterschiedlich. Aber man spielt sich auf jeden Fall ein mit der Zeit! Die Gruppe lernt sich eh kennen oder kennt sich schon und dann funktioniert das ziemlich gut.

Zahlt sich der Energieaufwand, um sich einig zu werden, also aus bzw. würdest du in einer „konventionellen“ Fahrradwerkstatt auch arbeiten? 

Ich lerne total viel von den anderen. Ich bin überhaupt nicht der Meinung, dass ich immer der „Gscheitere“ bin, ich lass mich auch belehren. Ein Beispiel sind die Scheibenbremsen. In Wien haben wir nie Scheibenbremsen gemacht, weil man braucht Ersatzteile und spezielle Öle. In Linz hätte ich das auch nicht gemacht. Einer von uns wollte das machen und hat sich mit Scheibenbremsen auseinandergesetzt und daraufhin einen Workshop mit uns gemacht. Es war eine gute Entscheidung. Es ist voll aufgegangen, weil auch der Markt in Linz ein anderer ist. In einer „konventionellen“ Werkstatt würde ich heute nicht arbeiten.

Habt ihr eine Aufgabenverteilung oder macht jeder alles?

Wir haben schon eine Aufgabenverteilung, jeder macht ja etwas anderes gerne. Ein Fahrradmechaniker liebt zum Beispiel Restaurierungen von alten Puch Fahrrädern. Der sucht sich dann wirklich das originale Teil für das Rad. Bei der Buchhaltung versuchen wir ein rotierendes Rad aufrecht zu erhalten. Das Ziel dabei ist, dass sich jeder mit der Buchhaltung auskennt.

Woher kommt die Motivation für das Fahrrad? Bist du in das Fahrrad quasi verliebt?

Ja und in die Nähmaschinen. Das ist alles so mechanisch, leicht, effizient und so austauschbar. Das ist bei den Autos nicht so, wenn du einen Fiat hast, dann brauchst du alles von einem Fiat. Einen Vergaser von Toyota kannst du da nicht einbauen. Außerdem ist das Fahrrad das beste Verkehrsmittel in der Stadt.

 

Atmosfair

Im Winter der Kälte entfliegen –
und Teil eines Transformationsprozesses sein
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Die kalte Jahreszeit hat auch schöne Seiten: weiße Landschaften erfreuen das Auge, schneebedeckte Bäume glitzern im Sonnenlicht. Aber das ist nicht immer so, es gibt auch viel zu viele triste und trübe Tage wo die Kälte dir bis unter die Haut kriecht. Wer hätte da nicht den Wunsch nach Sonne, Meer und Palmen? An vielen Orten auf dieser Erde herrscht das ganze Jahr über Sommer. Also: nichts wie weg – wenn da nicht das schlechte Gewissen wäre. Das Flugzeug ist das klimaschädlichste aller Massenverkehrsmittel. Ein Flug von Wien nach Gran Canaria z.B. bläst pro Fluggast ca. eintausendfünfhundert Kilogramm Kohlendioxid in die Atmosphäre.  Dazu kommen noch jede Menge Stickoxide und Rußpartikel. Für manche ein zu schweres Gepäck. Also auf die Sonnenwärme verzichten?
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Diesem Problem hat sich die Klimaschutzorganisation #Atmosfair angenommen. Über ihre Internetplattform www.atmosfair.de kannst du deine Flugemissionen „kompensieren“. Atmosfair berechnet den ökologischen Fußabdruck den du mit deinem Flug hinterlässt und was eine entsprechende Ausgleichsmaßnahme kostet. Für oben genannten Hin- und Rückflug sind das 35,– Euro. Mit diesem Geld fördert Atmosfair Klimaschutzprojekte in ärmeren Ländern (im Senega lz. B. den Ersatz von fossilen Energieträgern durch Solarenergie).  So wirst du Teil eines großen Transformationsprozesses.
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Achtung: Manche Fluglinien bieten beim Buchen ebenfalls die Möglichkeit einer Kompensation an, die jedoch von Umweltschutzorganisationen als „beschönigend“ kritisiert wird.
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Trotz aller Ausgleichsmaßnahmen bleibt es dabei: Vermeiden ist besser als Kompensieren. Und vielleicht trotzdem fürs Klima spenden …
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hs

Wie mehr Gemüse in mein Leben kam

Noch vor gar nicht allzulanger Zeit landeten in meinem Einkaufskorb
hauptsächlich zwei Gemüse: Karotten und Paprika. Ich habe nicht viel
gekocht und wenn, dann gab es Nudeln mit Fertigsugo und
hineingeschnipselten Karotten.

Während des ersten Lockdown
passierte es nun, dass mein Vater krankheitsbedingt eine zeitlang bei
mir und meinem Partner unterschlüpfte und wir uns um sein Wohl
kümmerten. In diesem Zusammenhang standen wir eines Tages in dem kleinen
Behandlungszimmer eines TCM-Mediziners. Mit Pulsdiagnostik wurde hier
festgestellt, was mein Vater in der nächsten Zeit essen sollte und was
nicht.

Eine sehr strenge Diät!

Es wurde verordnet,
fünfzehn verschiedene Gemüse pro Tag zu essen. Ich glaubte, mich verhört
zu haben! Gibt es überhaupt so viele verschiedene? Und die #Gemüse sollten beim Kochen keinesfalls vermischt werden!

Wir stellten uns mutig dieser Herausforderung und brachten unseren
wunderschönen, kreisrunden und kaum benutzten Dampfgarer aus den Tiefen
unserer Topflade zum Vorschein. In ihm ordneten wir eine Auswahl aus
Sellerie, Kohlrabi, Brokkoli, Karotten, Peterwurzen, Pastinaken,
Karfiol, Zucchini, Aubergine, Staudensellerie, Kartoffeln,
Süßkartoffeln, Kürbis, Grünkohl und Paprika nach Belieben an.

Mein Vater machte mit dieser Gemüse-Diät beste Fortschritte und konnte sehr bald wieder in seinem eigenen Reich walten und kochen. Wir jedoch
behielten unseren Dampfgarer in Reichweite und erfreuen uns seither
mehrmals pro Woche an unserem leckeren Gemüse-Essen!

Zuweilen braten wir zusätzlich Natur-Tofu aus dem Asia-Laden gemeinsam mit
Paprika in der Pfanne an und gießen mit Sojasauce auf. Wir sind immer
wieder überrascht wie abwechslungsreich, schmackhaft und leicht
zubereitbar die Gemüse-Küche doch sein kann. Und gesund ist es auch
noch. Hmmm…..

Ewi